Alle folgenden 6 Programme stehen ab sofort zur Aufführung bereit.

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Südhessischer Morgen

Noch heute aktuelle Botschaften

... Stapper gelang es vorzüglich, die wesentlichen Stationen in Heines Leben und Wirken zu skizzieren und mit historischen Blenden zu beleuchten. Stapper interpretierte die Lieder, Verse und Berichte mit unnachahmlicher Komik und Ironie, fand aber auch für tiefgründige Traurigkeit oder frivole Heiterkeit die richtigen Ausdrucksformen. Als "Allrounder" überzeugte er erneut, was ihm vom Publikum ganz unvermittelt zurückgemeldet wurde.

bb

 

Ludwigsburger Kreiszeitung

... Heinrich Heine, der seine Heimat Deutschland und die Welt wie im Brennspiegel erfasste, wurde mit seiner Zeitschau durch Walter Stapper der Zuhörerschaft auf beklemmende Weise nahe gebracht. Dieses um so mehr, als in Stappers Heine-Variationen die unnachahmliche Poesie, als auch das romantische wie das vergnüglich-ironische Moment nicht zu kurz kamen.

rosu

 

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Buxtehuder Tageblatt

Hinterhof - Zwischen Bett und Galgen

Ein Glanzstück legt der Schauspieler aufs Parkett, als er in einen schwarzen Kapuzenumhang schlüpft und die „Jarmmerballade von der einst schönen Helmschmidin" anstimmt. Da zieht Walter Stapper alle Register seines Könnens und geht mit seiner eindringlichen Rezitation unter die Haut. Aber auch ansonsten bescherte der Mime aus München seinem Publikum im gut besuchten Theater im Hinterhof einen kurzweiligen und heiter-hintergründigen Freitagabend mit seinem Programm „Zwischen Bett & Galgen". In dem lässt Walter Stapper Francois Villon, den ebenso verehrten wie angespieenen Dichter des französischen Spätmittelalters, und den Poeten und Sänger der schwedischen Rokoko-Zeit, Carl Michael Bellman, aufmarschieren. Flankiert von ihren lasterhaften Balladen und Liedern, die der Schauspieler singend und sprechend zum Besten gibt. Der Mann aus Bayern tut das süffig und flüssig, mal deftig, mal zärtlich und sitzt vor allem bei den Rezitationen fest im Sattel seiner Zunft. Walter Stapper haucht seinem Francois Villon Leben ein, dem großen Wüterich, der gegen die hohen Herren und miesen Obrigkeiten wetterte, die Frankreich zu seiner Zeit ausbluten ließen, und macht, die Besucher und Besucherinnen mit den Umtrieben und Ausschweifungen eines unan-gepassten und streitbaren Menschen bekannt, dessen Spur sich 1463 irgendwo im Nirgendwo verliert. „Lache, saufe, hure, trabe -notabene bis zum Grabe". Spaß machen nach der Pause auch die Sauf- und Liebeslieder von Carl Michael Bellman, die Walter Stapper mit kehliger Stimme intoniert, und die in Schweden bis heute quer durch alle Bevölkerungsschichten wie Volkslieder gesungen werden. Das war ein schöner Abend mit einem überaus sympathischen Protagonisten, den das Publikum nicht ohne Zugaben von der Bühne ließ.

Hannelore Aldag

 

Schwäbische Post/Aalener Volkszeitung/Stuttgarter Zeitung

...Gut war er, der Abend mit Walter Stapper am Freitag im Konzertsaal der Aalener Musikschule. Saugut sogar, um den etwas herb-derben Wortfaden der Lieder und Balladen weiterzuspinnen, die der Münchner Sänger-Schauspieler eindringlich und gekonnt, süffig und flüssig einem stattlichen Publikum feilbot. Villon ist ein Wüterich gegen die "hohen Herren": gegen die "miesen Obrigkeiten", die Frankreich zu seiner Zeit ausbluten lassen.,Villon ist aber auch ein zärtlich-grober Liebhaber, der für jedes ausschweifende Liebesgelage im Erdbeerfeld zu haben ist. Und Walter Stapper? Der trägt die liederlichen Lieder in einer Art und Weise vor, die Heidenspaß bereitet. Auch so des Schwedens Carl Michael Bellmanns Sauf- und Liebeslieder. Und deshalb gibt Stapper Bellmanns leichtfüßige Saufaus-Art zum besten, und dem Auditorium läuft so langsam das Wasser im Munde zusammen. Bleibt zu wünschen, Walter Stapper findet mit seinen rauhen Balladen wieder einmal den Weg auf die rauhe östliche Alb. Dann gibt's hoffentlich neben Hörbarem auch Trinkbares -

notabene, Dr. Jörg Jeschke, Manfred F. Kubiak

 

Wetzlarer Neue Zeitung

Handfeste Balladen und Lieder von Villon und Bellman in Gießen ...Die dritte Stunde, der Zugabenteil, war nicht minder hörenswert: zunächst Brassens dann Brel und Otto Reutter, Tucholsky und Friedrich Hollaender, schließlich Bertolt Brecht und jiddische Weisen - der Abend war nicht endenwollend, und Stapper erwies sich in alten literarisch-musikalischen Sätteln gerecht.

Buntram Lenz

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SÜDKURIER

Walter Stapper mit Humor im "Klosterkeller" in Meersburg

 

Ein guter Griff

Kulturamtsleiter Dr. Franz Schwarzbauer hatte einen guten Griff mit diesem Allroundtalent getan, der an renommierten Schauspielhäusern in München, Frankfurt und Wuppertal engagiert war und bei eigenen Gastspielen die Werke von Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Heinrich Heine interpretierte und den Zuhörern nahe brachte. Im "Klosterkeller" brachte er satirische Verse, Erzählungen, Lieder und Couplets von Otto Reutter, Kurt Tucholsky, Wilhelm Busch, Erich Kästner, Friedrich Holländer und Robert Gernhardt zu Gehör. Sie waren vordergründig humoristisch und sie schilderten mit satirischem und bittersüßem Beigeschmack die Zeit der 30er Jahre, aber auch die Gegenwart mit an ihren Begleitumständen. Angefangen mit Otto Reutter, dessen Couplet vom "Überzieher" schon mehrere Generationen zum Lachen gebracht hat und dessen Rat "Nehm's en Alten" auch heute bei vielen jungen Starlets noch Gültigkeit hat, bis hin zu Robert Gernhardt, Jahrgang 1937, der mehr als Maler, Zeichner und Karikaturist, denn als Schriftsteller bekannt ist. Sehr zu Unrecht, denn seine humorvollen Texte zeigen seine exakte Beobachtungsgabe im Alltag und wie viel Heiterkeit in banalen Aktivitäten stecken kann.

Walter Stapper war ein würdiger Interpret. Schon in seinem Gesichtsausdruck sah man die ganze Heiterkeit des Seins. Manche Texte begleitete er auf der Gitarre und seine Schauspielkunst erweckte die Satire zum Leben. Ein Paradestück für ihn war "Die Entstehung des Filets Stroganoff" von Friedrich Holländer, das für sich schon ein ganzes Theaterstück war.

Die sehr zahlreich erschienenen Zuhörer dankten Walter Stapper mit reichem Applaus, so dass er noch sechs Zugaben bringen musste. Das letzte Wort hatte Joachim Ringelnatz. "War einmal ein Bumerang, war ein Weniges zu lang, Bumerang flog ein Stück, aber kam nicht mehr zurück. Publikum noch stundenlang wartete auf Bumerang."

Christa Mühlbauer

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Nürnberger Nachrichten

Mit sichtlichem Engagement, doch unpathetisch, im trockenen Stil des politisch-literarischen Kabaretts der 20er Jahre, trug Stapper die facettenreichen Texte und Lieder dieses "besten Jahrgangs deutscher Reben" (Mehring) vor, mal aggressiv, mal heiter, oft unter die Haut gehend ob seiner beklemmenden Aktualität. Walter Mehring, den Stapper noch persönlich kennenlernte, spannt in seiner "Kantate von Krieg, Frieden und Inflation" den historischen Bogen vom Ersten und zweiten Weltkrig und macht deutlich, wer in jeder Hinsicht die nationalistische Zeche zu zahlen hat. Damit hatte Stapper sein Programm begonnen, und er schloß es folgerichtig mit der Hymne der jüdischen Partisanen aus dem Warschauer Ghetto-Aufstand "Sog nischt kejnmol", und mit Erich Kästners Mahnung, nur durch rechtzeitiges entschiedenes Handeln wäre der Nazi-Terror zu stoppen gewesen. 1933 war es bereits zu spät...* Langanhaltender Beifall dankte Walter Stapper für diese lebendige und farbige literarische Geschichtstunde.

Manfred Schwab

 

 Badische neueste Nachrichten Karlsruhe

"Die verbrannten Dichter" Die Literatur im Zeichen der Gewalt

Walter Mehring, Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Erich Mühsam, Kurt Tucholsky - Namen, die für eine glasklare Analyse der damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse stehen. Eine Sprache, die die Befindlichkeiten einer Gesellschaft so treffend schildert, daß sie zum formalen Erlebnis wird, allein der Inhalt läßt den reinen Genuß nicht zu. Die Texte, die Walter Stapper glaubwürdig vortrug, die Lieder und Balladen, die er zur Gitarre sang, bekannt sind sie allemal. Ihre Authentizität indessen erscheint heute größer denn je, Und die Mischung war gelungen. Lieder wie die eindringliche Moritat von "Krieg, Frieden und Inflation" (Mehring) wechselten sich ab mit Gedichten voll bissiger Satire eines Tucholsky und nüchternen Analysen, wie sie Lion Feuchtwanger in seinem Roman "Die Geschwister Oppermann" aufstellte. Doch erst vor dem Hintergrund der persönlichen Schicksale dieser Dichtergeneration treffen diese Texte so richtig den Nerv der heutigen Zuhörer. Walter Stapper mischte denn auch Leben und Werk der Autoren auf geschickte Weise, überforderte sein Publikum nicht und mutete ihm dabei doch den harten Kontrast, etwa zwischen den mit feinsinnigem Humor gesponnenen Versen eines Erich Mühsam und dessen brutaler Existenzzerstörung zu.

Welle

 

Zur Gitarre gesungen und gesprochen

Walter Stapper erinnerte im Stadttheater Landshut an die "verbrannten Dichter".

Texte und Musik bestechen durch ihre Sachlichkeit Walter Stapper verfügt über ein ungemein hohes musikalisch-schauspielerisches Potential und zeigt einen Vollblutkünstler, der sich seines Wertes voll bewußt ist und gerade deswegen versteht er es, seine enormen Fähigkeiten richtig zu plazieren. Das Publikum läßt sich mitreißen und der Beifall steigert sich proportional der Aufführungslänge und reicht schließlich zu mehreren Zugaben. Man muß das selbst erlebt haben, denn noch der Allerletzte im Saal erkennt das Engagement, die darstellerische Wandlungsfähigkeit und die rezitatorische Begabung Walter Stappers. Er beherrscht sein Publikum exzellent, manchmal nur durch einen tiefsinnigen Blick, ein Nicken des Kopfes oder ein Klaps auf die Gitarre, welche bei Ihm mehr als nur ein melodisches Hintergrundinstrument ist.

H.Fr.

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Fuldaer Zeitung

...Walter Stapper, mit prägnanten Soloprogrammen in Fulda längst kein Unbekannter mehr.

 

Daß Stappers Sympathie dem jungen Dichter-Revoluzzer gilt, wird rasch deutlich, wenn der Barde mit rauher Stimme und schroffen Gitarrenakkorden bei den Attacken des Zwanzigjährigen gegen Spießernorm und Bürgermoral so richtig aufblüht und "seinen Brecht" dem konzentriert mitgehenden Publikum mit wütender Wucht entgegenschleudert.

"Laßt euch nicht verführen, es gibt keine Wiederkehr", ruft der Rezitator dem Publikum zu oder wandelt auf Brechts marxistisch-pazifistischen Spuren: "Der Soldat, wie er's gelernt, zieht in den Heldentod." "Baal" läßt Brecht nicht los - und Stapper auch nicht. Die "Ballade von den Seeräubern" wird mit großer Emphase vorgetragen und Brecht auch, als Psalmenschreiber vorgestellt. Mit "Erinnerung an die Marie A." schlägt Stapper kontrastierende leise Töne an, später vermag er zu rühren und mit dem berühmten "Kinderkreuzzug".

Viel Applaus!

Dr.Michael Imhof

 

Neue Presse Coburg

So ist (B)recht

 

Doch, so muss Brecht sein. Keine kopflastige Onanie, keine intellektuelle Verstaubungstaktik, keine semantische Dialektik.

... selten hat man sich bei Brecht gleichzeitig so gut amüsiert und so viel nachgedacht. Diese Darbietung ging einfach weit hinaus über die alltägliche Kurzweil hinaus und Stapper setzte seine höchst eigenen Akzente.

Wolfgang Hohmann

 

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OVB, ROSENHEIM

Eine wahre Erfindung

...Und so muß man den Roman Torbergs mit beinahe ähnlichem Recht historisch nennen, wie etwa Umberto Eccos Roman "Der Name der Rose".

Wobei die "Story" des Süßkind sehr wirkungsvoll in Szene gesetzt ist, und man möchte ihr ein Wort nachschieben, nämlich: Diese Geschichte ist wahr.

...Und seine Fabel vom Wolf, den die Umstände zu einem Räuber gemacht haben, fügt sich gut in eine Reihe von Walter von der Vogelweide über Heine bis zu Brecht.

Was aber Stappers Programm glaubhaft macht, ist seine Identifikation mit den literarischen Vorlagen, und im Fall des Süßkind das Aufgreifen eines empfindlichen Themas, das mit der Heimatlosigkeit des jüdischen Sängers die Unbehaustheit der jüdischen Existenz meint, die auch das Schlußlied des Mordechai Gebirtig besang: "Gehabt hob ich a Hejm".

Hanna Stegmayer

 

GIESSENER ALLGEMEINE

Ein mittelalterlicher Revolutionär

Walter Stapper mit Liedern von Süßkind von Trimberg im Alten Schloß

"Lieder und Szenen aus dem abenteuerlichen Leben des Süßkind von Trimberg" hat Walter Stapper sein Programm genannt, das er am Mittwoch abend auf Einladung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, des Fachbereichs Germanistik an der Justus-Liebig-Universität und des Hessischen lnstituts für Lehrerfortbildung darbot. Die Geschichte eines ungewöhnlichen, weitgehend unbekannten Mannes, von Stapper engagiert und unterhaltsam präsentiert.

 

Fränkischer Tag, Bamberg

Leben als jüdischer "Minnesänger"

Die Lieder, von Georg Herrnstadt kongenial vertont, sang Stapperin der Übersetzung Torbergs. Ihre Themen sind zeitkritisch, bisweilen sogar "revolutionär".

Rainer Ament